IBAN und BIC im Detail

Am 14. Februar 2012 hat das Europäische Parlament das Ende-Datum für die bisherigen nationalen Zahlungsverfahren im gesamten SEPA-Raum festgelegt.

 

Ab dem 01. August 2014 werden demnach Überweisungen und Lastschriften im bisherigen DTA-Verfahren und damit die Verwendung von Kontonummer und Bankleitzahl im Inlandszahlungsverkehr nicht mehr möglich sein.

Wie bei grenzüberschreitenden Überweisungen und Lastschriften bereits heute üblich, werden künftig auch im Inland nur noch IBAN und BIC Anwendung finden. Das Datenformat der Auftragsauflieferung ist dann XML.

Hinweis:

Eine Sonderregelung soll es für das in Deutschland bewährte und weit verbreitete Elektronische Lastschriftverfahren (ELV) geben. Für dieses Verfahren wird es bis zum 1. Februar 2016 eine Übergangsfrist geben – dies wird noch in einem entsprechenden Übergangsgesetz geregelt.

Ebenfalls bis zum 1. Februar 2016 soll es für Verbraucher (Privatpersonen) eine Übergangsregelung für die Erteilung von Zahlungsaufträgen geben. Bis zu diesem Datum wird es erlaubt sein, Zahlungen mit den bekannten Kontodaten (in Deutschland: Kontonummer und Bankleitzahl) aufzuliefern.

Diese Übergangsregelung gilt jedoch nicht für Unternehmen und Institutionelle (= Nicht-Verbraucher).

Die International Bank Account Number, kurz IBAN genannt, ist eine international standardisierte Nummer, welche jedes Girokonto eindeutig bezeichnet und definiert. Sie wurde entwickelt, um die Zahlungsverkehrssysteme zu verbessern bzw. zu vereinheitlichen und hat mittlerweile auch in Nicht-SEPA-Länder (z. B. Türkei) Einzug gehalten.

 

Sie enthält demnach schon heute bekannte Details, wie die bisherige Kontonummer (zehnstellig, ggf. „aufgefüllt“ mit führenden Nullen) und die heutige Bankleitzahl und wird angeführt von dem jeweiligen Länderkennzeichen (DE für Deutschland) und einer zweistelligen, kontoindividuellen Prüfziffer. Der Vorteil diese Prüfziffer ist, dass dadurch Falschbuchungen weitestgehend verhindert werden.

Im Übrigen sind wir in Deutschland „noch gut weggekommen“: In Frankreich, Griechenland und Italien umfasst die IBAN insgesamt 27 und in Polen und Ungarn 28 Stellen.

Ihre IBAN finden Sie schon seit Jahren auf Ihren Kontoauszügen und sollte, falls noch nicht geschehen, unbedingt auf Ihren Rechnungen und Briefbögen angegeben werden – und dies zusammen mit dem BIC Ihrer genossenschaftlichen Bank.

Der BIC – oft auch als SWIFT-Code bezeichnet – besteht aus acht oder elf alphanumerischen Stellen und dient der eindeutigen Identifizierung der Bank, da dies durch die ausschließliche Verwendung der IBAN – vor allem im Ausland – heute noch nicht gewährleistet werden kann.