Informationen zur Euro-Überweisung

Die SEPA-Überweisung (SEPA Credit Transfer, SCT) wurde am 28. Januar 2008 eingeführt und hat die EU-Standardüberweisung abgelöst. Sie kann sowohl für grenzüberschreitende als auch für inländische Überweisungen in Euro genutzt werden. Zum 1. August 2014 wird sie dann die bisherige Inlandsüberweisung endgültig ersetzen.

Anstelle von Kontonummer und Bankleitzahl sind bei der SEPA-Überweisung auch bei Überweisungen im Inland IBAN und BIC anzugeben. Die bei der EU-Standardüberweisung noch vorgesehene betragliche Begrenzung auf 50.000,00 € ist weggefallen. Eine ggf. bestehende Meldepflicht gemäß Außenwirtschaftsverordnung bei Zahlungen über
12.500,00 € ist von Ihnen jedoch weiterhin zu beachten.

Für weitere Auskünfte zum außenwirtschaftlichen Meldewesen steht Ihnen die Deutsche Bundesbank unter der Hotline 0800-1234 111 (entgeltfrei - nur aus dem deutschen Festnetz erreichbar) zur Verfügung.

Bei der SEPA-Überweisung handelt es sich um eine sogenannte „SHARE“-Überweisung, d. h. Überweisender und Empfänger zahlen jeweils ihre Bankgebühren. Die Erteilung zusätzlicher Weisungen (z. B. Eil-Zahlung) ist nicht möglich.

 

Wie können Sie SEPA-Zahlungen automatisch weiterverarbeiten?

Der Ausweis einer SEPA-Gutschrift in Ihrem elektronischen Kontoauszug (MT 940) erfolgt im Vergleich zur heutigen DTA-Welt in abgewandelter Form. Damit Sie die Auszüge in Ihrer Finanzbuchhaltung auch in Zukunft automatisch weiterverarbeiten können, stellen wir Ihnen die entsprechenden Felder im Folgenden vor.

 

Bitte beachten Sie, dass die Länge des Verwendungszweckes auf 140 Zeichen begrenzt ist.

Die Auftraggeber- bzw. Empfängerdaten (Eingang/Ausgang) sind mit IBAN und BIC ausgewiesen. Alle Buchungsinformationen werden inhaltlich gekennzeichnet, z. B.:

  • SVWZ+ (Verwendungszweck),
  • KREF+ (Einreicherreferenz),
  • EREF+ (Auftraggeber-Referenz/Ende-Zu-Ende-Referenz),
  • CRED+ (Gläubigerkennung = CI oder UCI),
  • MREF+ (Mandatsreferenz),
  • ABWA+ und ABWE+ (abweichender Auftraggeber /Empfänger).

 

"IBAN only“ ab 1.8.2014 für Inlandsüberweisungen

Eine Erleichterung wird es ab dem 1.8.2014 geben: dann braucht bei Inlandsüberweisungen nur die IBAN angegeben zu werden, der BIC kann entfallen. Ab dem 1.2.2016 soll dies dann auch für grenzüberschreitende SEPA-Zahlungen gelten.

 

Nochmals die wichtigsten Merkmale der SEPA-Überweisung (SCT) auf einen Blick:

  • Euro-Überweisungen für inländische und grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb des SEPA-Geltungsraums
  • Transferbetrag immer in EURO
  • Auftragserteilung ausschließlich mit IBAN und BIC
  • Ausführung des vollen Original-EURO-Betrages ohne Abzüge (evtl. anfallende Gebühren werden separat belastet).
  • Auftraggeber und Begünstigter tragen jeweils die bei ihrer Bank anfallenden Kosten (Entgeltregelung: SHARE)
  • Weiterhin bestehende Meldepflicht nach Außenwirtschaftsverordnung über 12.500,00 € für grenzüberschreitende Zahlungen.
  • Beleglose Auflieferung von SEPA-Zahlungen ist mit jeder gängigen und aktuellen genossenschaftlichen Zahlungssoftware möglich (VR-Networld Software, Profi cash, etc.).